Standortaufbau in Nantong schreitet voran

Standortaufbau in Nantong schreitet voran

01. Oktober 2015

Im Novem­ber 2012 fanden die ersten Sondie­run­gen zur Gründung einer Nieder­las­sung in China statt. Seither hat sich einiges getan. Heute, beina­he drei Jahre später, sind am Stand­ort in Nantong 25 Mitar­bei­te­rIn­nen tätig und produ­zie­ren Automa­ti­ons­lö­sun­gen für den asiati­schen Markt.

In den vergan­ge­nen Monaten wurden weite­re wichti­ge Schrit­te zum Aufbau des Stand­orts Nantong umgesetzt. Beispiels­wei­se wurden die Arbei­ten an der Infra­struk­tur der 1.600 m² großen gemie­te­ten Halle abgeschlos­sen und somit die Basis für die Auswei­tung der Geschäfts­tä­tig­keit in den Bereich Anlagen­bau und Appli­ka­ti­ons­tech­nik gelegt.

Rückblick

Im Novem­ber 2012 sondier­te eine Delega­ti­on der STIWA Group die Erfor­der­nis­se für die Gründung einer Enginee­ring- und Service­nie­der­las­sung in China und mögli­che Firmen­stand­or­te im Großraum Shang­hai. Vier Monate später wurde für die STIWA Nantong Automa­ti­on Machine­ry Produc­tion Co., Ltd. der Science & Techno­lo­gy Park Nantong (NSIP), ein Sino-Öster­rei­chi­scher Ökopark, als Stand­ort ausge­wählt. Gut ein Jahr nach der Entschei­dung, Gestal­tung und Planung des neuen Stand­orts wurde dieser auf tradi­tio­nell chine­si­sche Art am 30. Oktober 2014 offizi­ell eröff­net und seither konti­nu­ier­lich aufgebaut.

Anlagenbau in China

Komplet­te Monta­ge- und Prüfan­la­gen von STIWA u.a. für elektri­sche Lenkge­trie­be sind am asiati­schen Markt zuneh­mend gefragt. Aktuell befin­den sich daher zwei Anlagen­bau­pro­jek­te für den Kunden Thyssen­Krupp Presta in der Projek­tie­rungs- bzw. Umset­zungs­pha­se. „Wir arbei­ten dabei eng mit dem Anlagen bau in Öster­reich zusam­men“, sagt Markus Hauer, Geschäfts­füh­rer der STIWA Nantong Automa­ti­on Machine­ry Produc­tion Co., Ltd. „Bei manchen Projek­ten unter­stüt­zen wir die europäi­schen Kolle­gen bei der Inbetrieb­nah­me hier vor Ort oder setzen Teilbe­rei­che um. Es gibt aber auch Projek­te die zum Großteil – von der Anfra­ge über Projek­tie­rung und Konstruk­ti­on bis zum Bau der einzel­nen Module und deren Inbetrieb­nah­me – in China abgewi­ckelt werden.“ In den Kernbe­rei­chen Enginee­ring, Techno­lo­gie Integra­ti­on, Elektro­kon­struk­ti­on, Infor­ma­ti­ons techno­lo­gie und Prozess­tech­nik wird bewusst auf Know-how aus Öster­reich zurückgegriffen.

Bislang 25 MitarbeiterInnen

Insge­samt sind bislang 25 Mitar­bei­te­rIn­nen in acht Fachbe­rei­chen am Stand­ort Nantong tätig, vier davon als sogenann­te Expats. Der Großteil der Mitar­bei­te­rIn­nen kommt aus der Region Nantong. Die Arbeits­spra­che am Stand­ort ist Englisch. 3 Mitar­bei­te­rIn­nen haben techni­sche Fachrich­tun­gen in Deutsch­land studiert und sprechen daher auch sehr gut Deutsch.

Aufbau der Fachbereiche und reger Wissenstransfer

Um auch in China langfris­tig erfolg­reich Automa­ti­ons­an­la­gen produ­zie­ren zu können, sind funktio­nie­ren­de Rahmen­be­din­gun­gen wichtig. Daher ist die Evalu­ie­rung mögli­cher Liefe­ran­ten für den Geschäfts­be­reich Automa­ti­ons­an­la­gen und das Ausver­han­deln von Verein­ba­run­gen ein laufen­der Prozess. „Ziel ist es, unkri­ti­sche Produk­te lokal zu bezie­hen und das bestehen­de Liefe­ran­ten­netz­werk schritt­wei­se zu inten­si­vie­ren. In diesem Zuge wird auch der Bereich Purcha­sing konti­nu­ier­lich aufge­baut“, erzählt Markus Hauer. Zudem wird verstärkt das Know-how der Mitar­bei­ter im Bereich Electro­me­cha­ni­cal Assem­bly erwei­tert. Zwei Mitar­bei­ter waren dazu für sechs Wochen auf Schulung in Österreich.

Im Bereich Software Appli­ca­ti­on laufen aktuell beim Kunden Brose zwei Projek­te zur Integra­ti­on der AMS MES-CI Produkt­pa­let­te. Eine Mitar­bei­te­rin ist seit Febru­ar als Appli­ka­ti­ons­tech­ni­ke­rin bei STIWA Nantong tätig. Sie absol­vier­te insge­samt drei Wochen Schulung am Stand­ort Hagen­berg und war mit ihrem österreichischen
Kolle­gen ein Monat auf Inbetrieb­nah­men in Europa.

Am 03. Novem­ber 2014 wechsel­te ein Mitar­bei­ter vom Bereich Konstruk­ti­on in Attnang-Puchheim nach Nantong und baute dort die Abtei­lung Mecha­ni­cal Design auf. Binnen kürzes­ter Zeit ist die Abtei­lung von null auf sechs MitarbeiterInnen
gewach­sen. „Die Organi­sa­ti­on und der Wissens­trans­fer waren beson­ders große Heraus­for­de­run­gen für alle Betei­lig­ten“, verrät Markus Hauer.

Mit Septem­ber 2015 verleg­te ein weite­rer Mitar­bei­ter (vom Projekt­ma­nage­ment) seinen Arbeits­platz nach Nantong. Gemein­sam mit einem chine­si­schen Kolle­gen wurde mit der Abwick­lung des ersten größe­ren Projekts und der Herstel­lung von Verknüp­fun­gen zu Schnitt­stel­len in Öster­reich gestartet.

Der Aufbau des Bereichs Indus­tri­al Process and Control ist am weites­ten fortge­schrit­ten. „Mit diesem Bereich haben wir beim Aufbau gestar­tet und durch die bereits abgeschlos­se­nen Projek­te konnten wir viel Erfah­rung sammeln“, berich­tet Markus Hauer.

Auch im Hinblick auf Zerti­fi­zie­run­gen hat sich einiges getan. Im Mai führte ein Mitar­bei­ter vom Quali­täts­ma­nage­ment das erste Audit in Nantong mit Erfolg durch – lokale Zerti­fi­ka­te (ISO 9001) wurden überreicht. Für Novem­ber ist ein weite­res inter­nes Audit geplant. Im Jänner 2016 wird das jährli­che Nachfol­ge-Audit durch­ge­führt. Bis dahin werden noch diver­se Prozes­se, vor allem in den Berei­chen Finan­zen, Buchhal­tung und kaufmän­ni­sche Projekt­ab­wick­lung, entwi­ckelt und imple­men­tiert. Ebenso werden die Verkaufs­ak­ti­vi­tä­ten in China weiter vorangetrieben.

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