Wie Künstliche Intelligenz die Medizin verändert – „Digital Health“ im Softwarepark Hagenberg

Wie Künstliche Intelligenz die Medizin verändert – „Digital Health“ im Softwarepark Hagenberg

03. Juli 2019

Kein Sturm und kein Unwet­ter konnte die rund 70 Teilneh­me­rIn­nen am 27. Juni 2019 davon abhal­ten, sich zum Thema „Artifi­ci­al Intel­li­gence for Health“ zu infor­mie­ren und auszu­tau­schen. Gemein­sam mit namhaf­ten Exper­tIn­nen befass­ten sich die rund 70 Teilneh­me­rIn­nen in spannen­den Vorträ­gen und bei der nachfol­gen­den Diskus­si­on inten­siv mit den Chancen von Künst­li­cher Intel­li­genz im medizi­ni­schen Bereich.

Dr. Sonja Mündl, Manage­rin des Software­park Hagen­berg, begrüß­te am 27. Juni 2019 die Teilneh­me­rIn­nen zur 2. Veran­stal­tung der Software­park Hagen­berg Event­rei­he „Digital Health“ zum Thema „Artifi­ci­al Intel­li­gence for Health“. DI (FH) Thomas Kern, FH OÖ, Leiter Center of Excel­lence – TIMed Center, beglei­te­te die Teilneh­me­rIn­nen als Modera­tor durch das Programm.

Im Zuge dieser Veran­stal­tungs­rei­he bietet der Software­park IT-Exper­tIn­nen die Möglich­keit, sich über aktuel­le Forschungs­er­geb­nis­se zu infor­mie­ren und die Weiter­ent­wick­lung auf fachli­cher Ebene zu disku­tie­ren.

KOGNITIVE INTELLIGENZ FÜR BESSERE DIAGNOSEN

Dr. med. univ. Jama Nateqi, CEO der Sympto­ma GmbH, starte­te seine Keynote mit der Tatsa­che, dass jede siebte Diagno­se entwe­der falsch oder verspä­tet ist. Jedes Jahr könnten 1,5 Millio­nen Menschen mit der richti­gen Diagno­se geret­tet werden. Der Grund für Falsch­dia­gno­sen: Fehlin­for­ma­tio­nen. Ärzte müssen mehr als 20.000 Ursachen berück­sich­ti­gen, mehr als man mensch­lich vermag. Genau hier setzt die Techno­lo­gie von Sympto­ma an. Die Medizi­ni­sche Suchma­schi­ne findet anhand von Sympto­men mögli­che Ursachen und Krank­hei­ten.

TRANSFORMING HEALTHCARE AND MEDICINE WITH NEURAL AI

„Welche dieser Perso­nen wurde von einer KI entwi­ckelt?“ – mit dieser Frage starte­te Mag. Dr. Günter Klambau­er von der Johan­nes Kepler Univer­si­tät Linz, LIT AI Lab & Insti­tu­te for Machi­ne Learning, seinen Vortrag. Der Vortrag gab einen Überblick über Verän­de­run­gen, die durch Deep Learning Metho­den in den Berei­chen von Health­ca­re, Medizin und Medika­men­ten­ent­wick­lung hervor­ge­ru­fen wurden. Mag. Dr. Klambau­er gab außer­dem einen spannen­den Einblick in Forschungs­pro­jek­te, wie z.B. die Diagno­se von Hautlä­sio­nen und Melano­men durch KI. Zum Schluss wurde das Rätsel dann aufge­löst: alle Gesich­ter wurden durch eine KI generiert.

OPTIMIERUNG VON MEDIZINISCHEN KERNPROZESSEN DURCH TRANSPARENZ UND KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Dr. med. Gerhard Halmerbau­er, FH OÖ Campus Steyr, und FH-Prof. PD DI Dr. Stephan Winkler, FH OÖ Campus Hagen­berg, arbei­ten in diver­sen Forschungs­pro­jek­ten zusam­men. Bei ihrem gemein­sa­men Vortrag erklä­ren sie, warum sowohl Trans­pa­renz und Effizi­enz, als auch Künst­li­che Intel­li­genz essen­ti­ell sind, um medizi­ni­sche Kernpro­zes­se im klini­schen Alltag zu optimie­ren. Eine webba­sier­te Platt­form bietet klini­schen Fachab­tei­lun­gen monat­lich aktua­li­sier­te Infor­ma­tio­nen über Patien­ten­cha­rak­te­ris­ti­ka, Prozes­se und Kosten – über den gesam­ten Behand­lungs­zeit­raum hinweg. Durch den Einsatz von Metho­den des maschi­nel­len Lernens soll das Control­ling System für klini­sche Kernpro­zes­se auf einen ganzen Klinik­ver­bund ausge­dehnt werden.

SERUMS: PRIVACY PRESERVING MACHINE LEARNING

Und was passiert mit den generier­ten Daten? DI (FH) Micha­el Roßbo­ry stell­te im abschlie­ßen­den Vortrag das aktuel­le H2020 Projekt SERUMS des Software Compe­tence Center Hagen­berg vor. Ziel des Projek­tes ist die Entwick­lung einer Infra­struk­tur zur siche­ren Speiche­rung, Zugriff, Übertra­gung und Analy­se von medizi­ni­schen Daten. Priva­cy Preser­ving Machi­ne Learning beschäf­tigt sich mit Metho­den, wie solche Daten analy­siert, die Privat­sphä­re jedoch geschützt werden kann.

KI ALS GAME CHANGER

Während der gesam­ten Veran­stal­tung hatten die Teilneh­me­rIn­nen die Möglich­keit, über ein online Diskus­si­ons­tool Fragen an die Vortra­gen­den zu stellen. Diese und weite­re Fragen wurden bei der Podiums­dis­kus­si­on von den Exper­tIn­nen beant­wor­tet und bespro­chen. Beson­ders bei ethischen Frage­stel­lun­gen und Fragen zu zukünf­ti­gen Entwick­lun­gen wurde auf der Bühne inten­siv disku­tiert. Nach der Podiums­dis­kus­si­on wurde in persön­li­chen Gesprä­chen beim anschlie­ßen­den Buffet und Networ­king weiter erörtert und Themen analy­siert.

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